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Café Sieben am Hafen - Münster

Innerlich darauf eingestellt, Cafés und Restaurants ab jetzt auf ihre Kinder- und Familienfreundlichkeit zu testen, nutzte ich die Gelegenheit dazu, als eine Freundin zum Geburtstagskaffee ins Café Sieben einlud. Auch wenn ich ohne meine Kinder unterwegs war, betrachtete ich nebenbei alles mit den Augen der Mutter in mir. Mein enttäuschendes Fazit ist, dass das Café Sieben eher kinder- und familienunfreundlich ist. Schon der "Einstieg" ins Lokal ist nur über Stufen möglich, und zwar deutlich mehr als drei. Mit dem Kinderwagen wäre man da auf die Hilfe von zwei starken Armen angewiesen.

Hat man es, mit oder ohne Kinderwagen, hineingeschafft, stellt man schnell fest, dass dier nichts auf Kinder ausgerichtet ist. Es gibt weder eine Kinderspeisekarte, noch eine Spielecke. Das Zielpublikum sind hier sicher nicht Familien mit Kindern. Kinderhochstühle habe ich keine gesehen, allerdings habe ich auch nicht gefragt, vielleicht gab es sie also, nur gut versteckt. Einzig ein Wickeltisch auf der Damentoilette ließ darauf schließen, dass zumindest Babys willkommen oder geduldet sind. Aber besagter Wickeltisch hatte eine Arbeitshöhe von etwa einem Meter, was beim Wickeln nicht gerade optimal ist. 

Es mag tagesabhängig gewesen sein, aber die Servicekräfte waren kurz angebunden bis zickig, deswegen habe ich denen und mir Nachfragen bezüglich der Angebote für Kinder erspart. Ich fühlte mich hier selbst schon nicht richtig willkommen und Kinder würden das sicher ähnlich empfinden. 

So hat man es im Café Sieben wohl eher auf erwachsene Gäste "abgesehen". Schade, da der Hafen an sich ja schon zum Ausflug mit Kindern einläd. Ich werde demnächst mal eines der anderen Lokale an der Hafenmeile mit Kinderaugen unter die Lupe nehmen...

17.3.15 15:28


14.3.15 09:22


Luna und die Schnullerfee

Luna gähnte laut. Sie war noch sooo müde, doch Mama hatte sie eben geweckt. Heute war Spielgruppe und da wollten sie natürlich nicht zu spät kommen. Deshalb musste Luna nun aufstehen. Langsam schlenderte sie in die Küche, wo Mama schon mit dem Frühstück auf sie wartete. “Kriesch isch enen Kau?” brummelte Luna. “Bitte was hast du gesagt?” fragte Mama und setzte einen strengen Blick auf. “Nimm bitte den Schnuller raus Luna! Du weißt genau, dass man dich mit Schnuller im Mund nicht verstehen kann.” “Na gut.” Etwas widerwillig nahm Luna den Schnuller heraus und wiederholte ihre Frage: “Kriege ich einen Kakao?” “Aber gern!” Mama lächelte und stellte eine Tasse mit warmem Kakao auf den Tisch.

Luna legte ihren Schnuller daneben. Ja, sie wusste, dass sie mit dem Schnuller im Mund nicht sehr deutlich sprach, aber sie liebte ihren Nulli. Wenn es ihr nicht gut ging, sie Angst hatte oder müde war, nuckelte sie einfach gern daran. Dann ging es ihr immer gleich ein wenig besser. Mama und Papa hatten ihr erklärt, dass sie den Schnuller nur zum Schlafen nehmen sollte und dass das Nuckeln schlecht für die Zähne sei. Das konnte Luna nicht ganz glauben, aber sie war lieb und hörte auf Mama und Papa. Am Tag lagen ihre Schnuller im Regal und abends nahm sie die Nullis mit ins Bett.
    




Als Luna an diesem Tag zur Spielgruppe kam, sah sie Julian, der den anderen Kindern stolz sein nagelneues ferngesteuertes Auto vorführte. “Wow!” Luna ging zu den anderen und bestaunte ebenfalls den roten Flitzer. “Von wem hast du den denn?” fragte Luna. Soweit sie wusste, hatte Julian erst in ein paar Wochen Geburtstag und so ein teueres Geschenk bekam man ja nicht einfach so. Julian ließ den Wagen noch einmal eine extra scharfe Kurve fahren und sagte dann stolz: “Na von der Schnullerfee.” “Von wem?” fragten einige der Kinder gleichzeitig. Auch Luna wusste nicht wer das sein sollte. Die Schnullerfee... War das eine Fee mit Schnuller? Und warum machte sie Julian so ein Geschenk?

Julian klärte auf: “Ihr kennt die Schnullerfee nicht? Also, es ist so: Wenn man groß genug ist, dann kann man der Schnullerfee einen Brief schreiben, in dem man ihr sagt, dass sie die Schnuller abholen kann, weil man jetzt alt genug ist und sie nicht mehr braucht. Dann darf man noch aufschreiben, was man sich wünscht. Denn dafür, dass die Schnullerfee die Schnuller bekommt, erfüllt sie einen Wunsch. Man tauscht die Schnuller also gegen ein Geschenk. Ich habe mir ein ferngesteuertes Auto gewünscht und die Schnullerfee war letzte Nacht da und hat es mir gebracht. Meine Schnuller hat sie mitgenommen. Mama sagt, die bekommen jetzt die Feenbabys.”
Luna hatte Julian aufmerksam zugehört und war nun ganz aufgeregt. “Und du hast jetzt keine Schnuller mehr?” fragte sie ungläubig. “Nö!” sagte Julian. “Die brauche ich nicht mehr. Ich bin doch schon groß.”

Am Mittag wurde Luna von Mama abgeholt. Sie erzählte ihr aufgeregt von Julians Auto und der Schnullerfee. “Mama, ich möchte auch ein Geschenk von der Schnullerfee!” Mama runzelte die Stirn. “Aber dann hast du ja gar keine Schnuller mehr. Meinst du, du schaffst es ohne Schnuller einzuschlafen?” “Na klar!” antwortete Luna. “Ich bin mindestens genauso groß wie Julian. Bitte Mama, darf ich der Schnullerfee einen Brief schreiben?” Mama lächelte und nickte. “Na gut, dann schreiben wir ihr einen Brief und du überlegst dir was du dir wünscht.”

Zuhause kramte Luna eilig ihre Stifte heraus und fing an den Brief zu schreiben.
    
Liebe Schnullerfee!
Ich bin jetzt schon ganz groß und deshalb möchte ich gerne, dass du meine Schnuller abholst und sie den Feenbabys gibst. Dafür wünsche ich mir einen Roller von dir. Am liebsten einen gelben! Geht das?

Viele Grüße, deine Luna
Am Abend legte Luna den Brief zusammen mit ihren Nullis auf die Fensterbank. Dann ging sie ins Bett. Sie war ganz aufgeregt, ob die Schnullerfee auch wirklich kommen würde. Und ein bisschen Angst hatte sie auch. Konnte sie wirklich ohne Schnuller einschlafen? Noch während Luna darüber nachdachte, fielen ihr schon die Augen zu und schwupp war sie eingeschlafen. Ohne Schnuller!

Am nächsten Morgen wachte Luna früh auf und dachte gleich an die Schnullerfee. War sie wohl da gewesen? Sie rannte schnell ins Wohnzimmer, um zu schauen, ob der Brief und ihre Nullis noch da waren. Als sie ankam, sah sie sofort, dass da ein großer Karton stand. Daneben stand Papa und als er den Karton hochhob, staunte Luna. “Schau mal”, sagte Papa. “Die Schnullerfee hat deine Schnuller abgeholt und das hier dagelassen. “ ”Ein gelber Roller!” Luna jauchzte vor Freude. Sie probierte den Roller direkt aus und fuhr durch die ganze Wohnung. “Toll, dass ich jetzt so groß bin!” freute sie sich. Und von da an brauchte Luna keine Schnuller mehr.
14.3.15 09:01


Ich fang dann mal an...

Ich möchte mich hier mit meinem derzeitigen Steckenpferd beschäftigen. Das Thema Kinderfreundlichkeit in der Gastronomie scheint derzeit nicht nur bei mir aktuell zu sein. Vor allem in meiner Heimatstadt Münster sind Eltern immer häufiger vergebens auf der Suche nach einem familienfreundlichen Café oder Restaurant.

 

Ich werde mich dem Thema hier auf unterschiedlichste Weise nähern und hoffe dabei einigermaßen regelmäßig schreiben zu können. So oft, wie es zwei Kinder, davon eines noch nicht im Kindergarten, eben zulassen :-)

 

Ich hoffe, nach und nach auch kleine Kritiken oder Empfehlungen für Gaststätten in und um Münster abgeben zu können. 

 

Nebenbei gibt es immer mal wieder kleine Vorlesegeschichten, die ja vielleicht auch Wartezeit im Restaurant überbrücken können.

 

Liebe Grüße,

 

Gastrolinchen

14.3.15 08:59


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