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Ideen für Unterhaltungsangebote


Eigentlich gibt es Inspiration und Beispiele für kindgerechte Unterhaltung an vielen Stellen in unserem Alltag. Deswegen wundert es mich, dass die Gastronomie dieses Konzept z.T. noch nicht übernommen hat und so einfallslos scheint.

Wartezimmer in (Kinderarzt-)Praxen und kundenorientierte Einzelhändler und Einrichtungshäuser machen es vor. Verweilen muss nicht gleich langweilen bedeuten. Zugegeben, die Zielgruppe beim Kinderarzt ist eben Kinder und somit die Einnahmequelle. Doch im Einzelhandel und gerade in Einrichtungshäusern sind die Eltern die Zielgruppe, die es zu gewinnen gilt. Doch wer sucht sich in aller Ruhe eine neue Küche oder Schlafzimmermöbel aus, wenn die Kinder quengeln und zum Weitergehen drängeln? Hier gilt es doch, ähnlich wie in der Gastronomie, darum die Eltern als Hauptkunden dazu zu bringen ihr Geld auszugeben. Je länger sie im Geschäft bleiben, desto mehr Geld geben sie vielleicht aus. Und wenn der Einkauf in positiver Erinnerung bleibt, weil man in Ruhe aussuchen konnte und die Kinder beschäftigt waren, kommt man gern wieder.

Gleiches gilt für den Restaurantbesuch. Je wohler sich die Kinder fühlen, desto zufriedener sind die Eltern und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Familie erneut Gast des Lokals wird. Doch womit locken diese familienorientierten Geschäfte? In großen Einrichtungshäusern gibt es mittlerweile häufig einen Kinderbereich mit Kinderbetreuung. Vorreiter war hier sicherlich IKEA mit seinem Smaland. Wer kennt nicht die Durchsagen: “Der kleine ... möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden!”. Hier werden die Kinder von mehr oder weniger pädagogisch geschultem Personal betreut und bespaßt, während die Eltern durch das Einrichtungsparadies bummeln und im Restaurant Mittag essen und Kaffee trinken.

Seit einiger Zeit gibt es aber auch Angebote für die Kinder, die sich nicht so gern in die Fremdbetreuung begeben. In den verschiedenen Abteilungen des Geschäftes gibt es kleine Spielstationen, im Falle von IKEA sind diese mit “interaktiven Medien” ausgestattet, wo die Kleinen malen oder Ratespiele am Bildschirm machen können. Diese Spielstationen sind ein Kindermagnet und oft wollen die Kinder dort sogar länger bleiben als die Eltern. In der Kinderabteilung darf eine Menge Spielzeug ausprobiert werden, das dann praktischerweise auch für das eigene Kinderzimmer gekauft werden kann. IKEA bietet noch weitere kinderfreundliche Angebote, die ein Gastronom sich abschauen könnte. Im hauseigenen Restaurant gibt es extra Kindergerichte auf der Speisekarte, Qualität und Geschmack seien mal dahin gestellt. Für die Kleinsten gibt es kostenlose Gläschen und es stehen eine Mikrowelle und Fläschchenwärmer bereit. Essen können Familien dann an Tischen, die nahe einer Spielecke liegen. Die kleine Spielküche lässt Kinderherzen höher schlagen. Es gibt ausreichend Kinderhochstühle und Platz für Kinder- bzw. Einkaufwagen. Im Sanitärbereich werden die Kundentoiletten ergänzt durch einen separaten Wickelraum, in dem bei Bedarf auch ungestört gestillt werden kann. Die Atmosphäre bleibt die einer Großkantine, aber über viele aufmerksame Details freut man sich hier als Eltern und sie tragen definitiv zu einem angenehmeren Aufenthalt bei.

Mittlerweile gibt es auch einige andere Einrichtungshäuser, die eine Kinderbetreuung anbieten, aber auch einen Gastronomiebereich mit Kinderspielecken und anderen familienfreundlichen Angeboten. So gibt es z.B. im Restaurantbereich des Möbelhauses Finke eine separate Ecke für Familien mit Kleinkindern. Die Tische liegen an einem abgegrenzten Spielbereich, so dass die Kleinen nicht ungesehen “flüchten” können, während Mama und/ oder Papa essen und trinken. In Ermangelung anderer Angebote treffen sich hier häufig Mütter/ Eltern mit Kindern auch ohne, dass sie etwas im Einrichtungshaus kaufen möchten und nutzen nur das Café, um mit Kindern Kaffetrinken zu gehen. Die Gesamtatmosphäre scheint in Anbetracht der eher ungemütlichen Umgebung eher nebensächlich zu sein.

Zurück zur Ausstattung der Spielecken. Ohne diese pädagogisch bewerten zu wollen, gibt es die bereits beschriebenen multimedialen Spielstationen mit diversen Bildschirmspielen. Es gibt wohl kaum ein Kind, das sich der Anziehungskraft dieser Geräte entziehen kann. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Kinder damit für eine ganze Weilebeschäftigt sind. Allerdings ist die Anzahl der Kinder, die damit gleichzeitig spielen können, begrenzt. Und wer sein Kind nicht nur vor einem solchen Gerät “parken” möchte, gibt es natürlich auch Alternativen.

Etwas weniger kostspielig für den Unternehmer in der Anschaffung sind die Klassiker des Kinderspiels: Bilderbücher, Puppenhäuser, Motorikschleifen und dergleichen. Sie können auch gut erhalten aus Zweithand gekauft werden und fördern eher die Interaktion der Kinder miteinander. Wer Angst vor Kritzeleien auf Möbeln und Wänden hat, verzichtet auf herkömmliche Malutensilien und kann auf sogenannte Zaubertafeln zurückgreifen.

Die Wartezimmer in Arztpraxen bieten auch oft viel auf kleinem Raum. Hier findet man manchmal sogar Kletterwände und Rutschen. Aber auch die guten alten Bauklötze haben ihren Reiz noch nicht verloren und sind bei Kindern nach wie vor beliebt.

Es gibt mittlerweile einige Firmen, die sich auf das Gestalten und Ausstatten von Wartebereichen und Kinderspielecken spezialisiert haben. Hier ist die Beratung und Ausstattung natürlich nicht unbedingt kostengünstig. Wer wenig Budjet hat, sollte dafür etwas mehr Herzblut in die Einrichtung stecken und mit dem Blick aus der Kinderperspektive an die Planung und Gestaltung einer Spielecke herangehen. Kinder sind feine Beobachter und merken, ob sie wirklich willkommen sind oder ob das Spielzeug nur lieblos bereit gestellt wird.


Ein tolles Extra in einem Restaurant oder Café ist natürlich immer ein Außenspielplatz. Wenn er gut einsehbar und zudem noch eingezäunt ist, können Eltern ihre Kinder hier entspannt spielen lassen. Dabei sollten natürlich die üblichen Sicherheitsmaßnahmen für Spielplätze eingehalten werden. In Deutschland gibt es dafür natürlich Vorschriften: Die DIN/EN 1176 ist die Europäische Norm für Spielplätze und Spielgeräte. In dieser Norm sind die sicherheitstechnischen Anforderungen an Spielplatzgeräte und Spielplatzböden festgelegt.

27.4.15 09:02
 


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